Freitag, 3. Juli 2009

Rückblick



Den Montag nach Reinfeld bin ich nicht geritten - wie immer Montags, wenn ich arbeite. Am
Dienstag war ich entspannt ausreiten, für Moritz war der Schmied da und konnte Entwarnung geben, er  braucht keine Eisen. Hat schön ausgeschnitten und alles war gut :-)

Am Mittwoch habe ich mich erst mit Maren zum Geländeabgehen getroffen für die Kreismeisterschaft. Der Kurs war nicht sonderlich schwer, hatte es schwerer erwartet. Danach bin ich dann auf unserer Mähwiese galoppieren gewesen.

Donnerstag stand dann unser letztes Abteilungstraining auf dem Programm. Ich hatte kurz vorher meinen Sattel abgeholt, den ich umpolstern lassen habe. Lag gleich noch ne Ecke besser, nur mein Pferd lief mir etwas unter dem Hintern weg und war in der Abteilung etwas zu sehr engagiert! Naja, Generalprobe....

Freitag war ich dann den ganzen Tag wieder ein Nervenbündel, schließlich musste ich ja abends für die Abteilung ins Gelände *zitter* - wie kann einen sowas nur so aufregen?? Nachdem ich den Kurs mit meiner Mum nocheinmal mit dem Rad abgefahren habe und wir dann auch endlich wussten, wann genau wir dran waren, hieß es satteln und hochreiten zur Ihlheide. Ich mag das Gelände dort, ich hab da bisher (bis auf den einen kleinen Rippenbruch) immer gute Erfahrungen gemacht, man kann immer schön galoppieren und der (Sand)Boden ist immer gut. Liese war selbst am Start noch recht tiefenentspannt, als wir dann aber aus dem Stand starteten und mein Pferd wieder den Raketenstart machte, war ich beruhigt. Von eins auf zwei in Schräglage um die Kurve, drei auch kein Problem, Baumstamm vier auch keiner, dann der Graben, guckte sie minimal und rüber, genauso wie über die Blumenbank, durchs Pflichttor und über die "Brücke" mit den Blumen vor. Die Sunken-Road bin ich schief angeritten, das war nicht ganz so rhythmisch, aber brav - dann der kleine Baum auf dem Wall und die Bürste, schön mit drei vorwärts durch. Wasser und Dach diesmal auch ohne fast runterfallen, Coffin war ohne Gucken, Wassereinsprung war bisl groß und der letzte auch. Aber wir waren null und in der Zeit im Ziel - für die Abteilung und die KM-Wertung Vielseitigkeit zählt ja nur das. *freu* Mit einer 7,0 bei 13 Startern waren wir nicht mehr im Geld. Aber gut...

Am Samstag wollte ich unbedingt nochmal Dressur reiten um zu gucken, ob das Rennen am Donnerstag mit dem umgepolsterten Sattel zu tun hat. Hatte es nicht, Liese lief wie ein Glöckchen und ich hab nach ner halben Stunde aufgehört. 

Sonntag dann der Mammut-Tag: Morgens stand Dressur auf dem Plan. Ich wurde entgegen meiner Vereinskollegin nicht zwanzig Minuten zu früh in die Prüfung geschickt (sie saß gerade 5 Minuten auf dem Pferd - plötzlich war die Pause nach ihr, nicht wie an der Meldestelle angeschlagen vor ihr) und hatte auch noch Hilfe meiner neuen RL auf dem Abreiteplatz (das fand ich grandios, gerade weil ich wieder so meeega aufgeregt war!!). Die Prüfung an sich lief wirklich gut für unsere Verhältnisse. Liese war recht konstant in der Anlehnung, hat nicht gebockt beim Angaloppieren (nur leise gequietscht), keine Zunge gezeigt, ist brav und durchlässig rückwärts gegangen und ich kam richtig zum Reiten. Scheisse war natürlich die erste Grußaufstellung, bei der sie vor irgendwas hinter ihr auf der Flucht war und das zweimalige Anzackeln im Schritt. Meine Wertnote (die übrigens für drei von vier Schlamersdorfer Reitern die gleiche war) war dann die schlechteste der Prüfung, eine 5,7!! Gut war, das meine RL dabeigewesen ist und hinterher zu mir sagte, das sie jetzt genau weiß, woran wir arbeiten müssen... Manno!

Zum Springen hatte ich wieder total weiche Knie (was auch an dem wenigen Schlaf durch die Hochzeit am Samstag liegen konnte), Liese war recht motiviert, was ich nach der morgendlichen guten Arbeit gar nicht verstehen konnte... 
Ich hatte schon Angst, das ich sie im Parcours wieder nicht halten konnte (der Platz ist aber auch grooooooß!!), Fried war noch zum Abspringen da (schon wieder Hilfe!!) und dann waren wir schon dran. War natürlich nicht so das meine drei Vereinskollegen vor mir das Ding klar machen konnten und so musste ich mit "reite bitte Null" in den Parcours. Ich hab es dann endlich mal geschafft, den Kopf abzuschalten und flott durchzureiten, Liese war einfach toll! Bis zum Letzten nirgends auch nur angetickt, toll mitgezogen, wenn ich schräg zum Sprung bin und - ja, der letzte wurde dann leicht angetickt und fiel!! Wir wären 2. gewesen!!!!!!!! So war ich achte und EINEN RAUS *ärger*

So, nachdem das Frust-Potential seinen Höhepunkt erreichte, als wir neben dem L-Zeit mit Stechen für die Mannschaft abritten, bei dem jedes Mal die Mucke voll aufgedreht wurde, wenn einer null war und sich mein Pferd dazu motiviert fühlte, das mit angaloppieren und quietschen und unhaltbar sein zu quittieren, war mir schon fast alles egal. Wir ritten dann ein, ich konnte unsere Vorstellerin nicht hören, da nebenan Siegerehrung war, denke noch so, warum wir so lange Schritt reiten und da marschieren wir auf... 
*klingel* VERRITTEN - in der Abteilungsaufgabe. Da hätten wir schon aufhören können. Haben uns dann aber mächtig angestrengt, was aber natürlich die -1,0 nicht mindern konnte. In der Siegerehrung sagte die Richterin noch zu uns: Das war so schade, wir hatten sie anfangs auf 1 gesehen und dann wurde es leider immer hektischer.... Liese war jedenfalls in der Aufgabe lieb, ist nur beim Angaloppieren zweimal zu früh gewesen, weil zu spät das Kommando kam. Aber entgegen dem Abreiten hat sie sich wiedermal benommen, wenns drauf ankam. Fazit: Das ist einfach nicht unser Turnier.

Montag und Dienstag musste ich lange arbeiten bzw. am Dienstag Heu abladen und Erntebier trinken. Montag war ich abends nach der Arbeit ne 8 km-Runde laufen, das tat mal richtig gut, obwohl ich echt an Schlafmangel leide zur Zeit *augenroll* ;-) Am Mittwoch habe ich dann das Springen abgesagt, weil ich nicht wusste, wann die Handwerker in meiner Wohnung fertig werden. War auch gut so, so musste ich mich nicht so hetzen und bin einfach ausgeritten und traben gegangen. 

Gestern, also Donnerstag, hatten wir Vereinsdressurunterricht bei gefühlten 40 Grad. Aber Liese lief ganz manierlich, wenn auch auf dem harten Boden (mussten auf Gras reiten, da das Viereck so staubt) nicht ganz locker. 

Heute ist wieder Dressurunterricht bei Barbara um 18.30 Uhr, vielleicht haben wir ja Glück und es wird nicht ganz so heiß, mal sehen, was wir heute nacharbeiten müssen. 


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