Moin allerseits! Ich schulde Euch ja noch ein paar "Trainingstage". Der
Dressurunterricht vergangenen Donnerstag war von meiner Seite etwas angespannt, ich hatte halt Zuschauer. Furchtbar das. Liese hat sich aber wieder von ihrer guten Seite gezeigt und brav mitgearbeitet.
Am Freitag hab ich dann longiert, das war ausnahmsweise mal möglich bei dem schlechten Wetter die letzten Tage. Am Samstag sind Liese und ich durch Nehms geritten eine Stunde lang, das war auch sehr schön und Liese ist sogar brav über unserer neue Brücke gegangen. Sonntag.... was war eigentlich Sonntag...?
Diese Woche bin ich wegen länger arbeiten/Arzttermin und Ikea-Besuch nur am Mittwoch zum Springen gewesen, ich weiß, absolut nicht optimal, aber manchmal lässt es sich nicht ändern. Das Springen bei Fried war grandios, Fräulein Brav hat wieder super mitgemacht und wir haben auch nur Sparflammen-Training absolviert.
Am Samstag bin ich dann nochmal bummeln gegangen, da war Liese leicht explosiv. Ich gelobe Besserung in dieser Woche mit meinem Reit-Training.
Sonntag stand dann der Alsterlauf auf dem Programm. Die ganze Woche stand nicht wirklich fest, ob ich laufen konnte. Am Montag absolvierte ich meinen 11 km langsamen Lauf in meiner Mittagspause in 1:09:17 - also nicht wirklich (für meine Verhältnisse) lang und langsam. Abends und nachts bekam ich dann stechende Knieschmerzen und schonte bis zu meinem Orthopäden-Termin am Donnerstag abend. Dieser diagnostizierte eine Knorpel-Reizung und klebte Kinesio-Tape drauf, das mir bis Sonntag ordentlich "einheizte".
Ich habe bis Sonntag morgen mit mir gerungen und mich dann, weil nur in Ruhe Schmerzen auftraten, für einen Start entschieden - und es nicht bereut. Das Tolle an so Großveranstaltungen ist einfach dieses wahnsinnige Flair. Es war bisher mein "größter" Lauf - mit über 5.000 Teilnehmern. War schon lustig, als wir erst vier Minuten nach dem Startschuss über die Startlinie kamen, ich hatte mich zwischen 55 und 60 Minuten Zielzeit eingeordnet und lag damit auch goldrichtig. Im Startblock zickte das Knie noch kurz, doch kaum waren wir den ersten KM gelaufen, war alles in Butter. Die Strecke ist wirklich sehr schön, vor allem aber wohl schnell, weil so eben und eben ein echter Straßenlauf. Die Trommler am ersten und auch am letzten KM waren toll, danke dafür :-) Leider vermisste ich doch sehr die Zuschauer an der Strecke, wenn es nun in Strömen gegossen hätte, okay, aber so mit einer leichten Brise und Sonnenstrahlen hätte ich mehr erwartet...?
Ab KM fünf fing ich an zu überholen. Die Zeit bis dahin 29:25 - bei KM 7 dann exakt 40 Minuten. Eine Bestzeit-Unterbietung war drin. Den letzten KM beschleunigte ich noch einmal und dann kam der letzte leichte Anstieg und ich verlor dann doch die entscheidenden Sekunden, die auch meinen Sprint die letzten 200 m vorm Ziel nicht mehr retten konnten. Zielzeit 56:57 :-) Ich war zufrieden und glücklich wiedermal! Medaille und Rose gabs und soviel tolle Hella-Sorten, die ich aber nicht alle probiert habe. Am Erdinger-Stand erwartete mich schon mein Mitläufer mit einem Bier in der Hand - das war ein schöner Abschluss :-)
Soeben habe ich mich für den Halbmarathon in Berlin (28.3.10) - und damit auch gegen die Schulter-OP entschieden. Ich versuche es einfach jetzt mal mit mehr Krafttraining und hoffe, das sie so noch ein Jahr durchhält.