
Ein rundum erfolgreiches Turnierwochenende liegt hinter den deutschen Teilnehmern der Europameisterschaften der Junioren in Bad Segeberg. Die Holsteinerin Alina Meister (Löptin) sicherte sich nicht nur Einzelgold, sondern legte mit ihrem Endergebnis von 39,00 Punkten auch einen Grundstein für die Goldmedaille des deutschen Teams. „Vor dem Springen war ich noch enorm aufgeregt, jetzt muß ich erst einmal drüber schlafen, um das ganz überhaupt zu kapieren.“ sagte die 18-jährige nach ihrem Sieg mit ihrem Anglo-Araber „Hill Dream“.
Und auch die Silbermedaille bleibt in Deutschland: Celina Nothofer aus Kamp-Lintfort lag nach der Dressur noch vor Meister, musste aber im Gelände zwei Zeitfehler in Kauf nehmen. Die Bronzemedaille ging an den Briten Tim Rogers und „Corrieview Owen“ mit 46,30 Strafpunkten. Beinahe hätte es sogar noch für eine dritte Einzelmedaille gelangt: Dustin Albrecht (Lünen) lag vor dem Springen auf dem aussichtsreichen zweiten Platz, hatte dann aber mit seinen Pferd Locsley zwei Fehler und landete so am Ende auf dem fünften Rang.
In der Teamwertung siegte die deutsche Mannschaft mit Alina Meister, Dustin Albrecht, Josephine Wilms (Bergkamen) und Ben Leuwer (Königswinter) mit insgesamt 134,60 Punkten vor dem französischen Team (149,50 Punkten) und Italien (158,20 Punkten). Die Reiter aus dem Mutterland der Vielseitigkeit, Großbritannien, kamen nur auf einen enttäuschenden fünften Rang.
Ein positive Bilanz kann auch das Veranstaltungsteam rund um Dieter Stut und Matthias Karstens (Pferdesportverband Schleswig-Holstein) ziehen: Rund 6500 Zuschauer kamen an den vier Veranstaltungstagen. Lob gab es vor allem von den Teilnehmern, für „eine ganz herausragende EM, die mit viel Liebe und hervorragenden Sportbedingungen im Gedächtnis bleiben wird“, dankte Team-Chef Deutschland, Matthias Otto-Erley den Segeberger Turnier-Machern.
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